Zum Saisonfinale zeigt sich der Meraner Pferderennplatz noch einmal von seiner schönsten Seite. Schon die Nennungen ließen es ahnen: Es ist der letzte Renntag des Jahres, und da will kaum jemand fehlen. Vor allem bei den Hindernisrennen knallen die Korken. Das neue Meraner Hürdenrennen, ein Listenrennen über 3500 Meter, hat zehn hochkarätige Starter angelockt. Die Bandbreite reicht von der Schimmelstute Holy Grey aus dem Rennstall Incolinx über Jony Be Good von Roberto Fumagalli und das Aichner-Duo Pistache Dore und Siluto bis zu den stets verlässlichen Mes Ailes, Ivo und April Moon. Und dann ist da noch Astaire, der mit Jan Faltejsek den reizvollen Versuch wagt, eine Klasse höher zu tanzen. Ein Rennen ganz nach dem Geschmack des Publikums.
Kaum weniger Qualität bietet das Jagdrennen zu Ehren des WineFestival. Der Rennstall Aichner schickt hier ein neues Gespann ins Rennen: Neben Madrilene kehrt der große Mauricius, einst ein Held der Hürdenbahn, spät noch einmal auf den Jagdparcours zurück. Ebenfalls am Start ist Lino du Chenet von Christian Troger, der die ganze Saison über auf gutem Niveau mitgemischt hat. Urugano von Orfeo Bottura will die Gunst der Stunde nutzen und gleich nachlegen, sein direkter Gradmesser ist Lockbathan Tom von Tania Mingozzi. Für Würze sorgen zudem die Gäste aus Mitteleuropa: Jardin d’Arthel, Koppa und Quick Nelson. Auch hier ist also reichlich Musik drin.
Herrlich offen präsentiert sich mit zwölf Startern das Hürdenhandicap zu Ehren von Trapezio, dessen Doppelsieg im Großen Preis von Meran sich heuer zum fünfzigsten Mal jährt.
Ein weiteres Handicap für dreijährige Hürdenpferde und zwei Flachrennen für Amateurreiter und Amazonen machen das Programm komplett.
Kassen, Restaurant und Bar öffnen um 12 Uhr, um 12.30 Uhr startet die Führung über die Anlage. Das erste der sechs Galopprennen geht gegen 13.20 Uhr über die Bühne. Wer möchte, kann im Restaurant zu Mittag essen, außerdem sind Bar, Konditorei-Bar, Eisdiele und Champagnerbar geöffnet, und für die Kleinsten stehen Ponys bereit. Für Live-Musik sorgen Clarissa Arena und Francesco Bianchi.

