Kaja, die „Stute aus Eisen“ aus dem Stall Josef Aichner, ist nun die offizielle Erbin von Mauricius und zugleich das jüngste Kapitel einer Stallgeschichte, die im italienischen Galopprennsport der Gegenwart kaum ihresgleichen kennt – im Hindernissport erst recht nicht, und auch auf europäischer Ebene nur selten.
Ende September gewann sie die Gran Corsa Siepi di Merano, legte keine Pause ein, reiste nach Frankreich, kehrte nach Pisa zurück und holte dort erneut die Gran Siepi. Danach ging es wieder nach Meran – und dort stand sie nun erneut im Mittelpunkt des Geschehens im 18. Großen Hürdenrennen von Italien. Wieder im epischen Duell mit ihrem erklärten Rivalen Cabot Cliffs, dem deutschen Titelverteidiger von 2025.
Dieses Duell entschied Kaja mit Kraft, Herz und einer zusätzlichen Portion Entschlossenheit für sich – getragen von Jan Kratochvil im Sattel und begleitet von den Emotionen von Devid Aichner und Josef Vana Jr., die das Geschehen von der Tribüne aus förmlich mit ins Ziel „hochzogen“.
Die sportliche Bilanz von Kaja in den gelb-schwarzen Farben entwickelt sich damit zur dritten großen Erfolgsgeschichte dieses Stalles – nach den vier Siegen im Gran Premio Merano Alto Adige mit L’Estran und der nahezu endlosen Geschichte von Mauricius über die Hürden.
Auch im Rahmenprogramm blieb der Stall Aichner-Vana Jr. erfolgreich: Im Maiden-Hürdenrennen, dem Or-Jack-Preis mit historischem Bezug in Maia, setzte sich Wurfgeist durch, ebenfalls stark unterstützt von Lukas Matusky.
Einen erwarteten Erfolg gab es für Josef Bartos und Trainer Zdenek Semenka mit Lotus Bleu im Jagdrennen. Eine weitere taktisch starke und abgeklärte Vorstellung zeigte Lenka Neprasova als Partnerin von Watergate für Jiri Charvat im anderen Hürdenbewerb.
Auf der Flachen siegte die junge Martina Zorzi mit Solar Prophet über 1400 Meter zur Freude von Evelyn Poehl und Gianluca Bastanelli, während Graziano Pedersoli mit seinem exakt eingeteilten Cor Valentinae das 2200-Meter-Rennen für sich entschied.

