Speed Emile bleibt auf dem Thron. Der zweifache Sieger des Großen Preises Meran Südtirol hat seiner Erfolgssammlung nun auch das 18. Große Jagdrennen von Europa hinzugefügt. Die Entscheidung fiel durch einen sehenswerten Antritt auf der Schlussrunde – und das trotz der engagierten Gegenwehr aus dem Lager Aichner. Krokodile Dundee machte vorne das Rennen, während Ches Demonmirail den französischen Gast unter Druck hielt und für einen echten Prüfstein sorgte. Am Ende aber spielten die gewachsene Bahnkenntnis von Jockey Baptiste Le Clerc und die Routine des Pferdes ihre Trümpfe aus. Ches Demonmirail (Sieger 2025) belegte Rang zwei vor Krokodile Dundee.

Für den Höhepunkt des Tages zeichnete Guillaume Macaire verantwortlich, doch im Preis Schenna setzte das Team Aichner-Vana ein klares Ausrufezeichen. Über 3500 Meter für vierjährige Hürdenpferde dominierte Woods unter Jan Kratochvil das Geschehen von der Spitze aus. Das Tempo war so hoch, dass weder die aufwartende Französin Macarena du Rib noch der kämpferische Scarp de Tennis entscheidend eingreifen konnten.

Einen weiteren Treffer für Aichner-Vana gab es mit Quantum Memories, geritten von Lukas Matusky, im Hürden-Handicap. Im kleinen Jagdrennen setzte sich Na Scoitear für Paolo Favero und Lydia Olisova durch, wobei Alessio Pollioni nach seiner Rückkehr in den Sattel erneut erfolgreich war.

Auf der Flachen überzeugte Action Painting mit Mirko Mammano Lupo über 1900 Meter. Für eine besondere Geschichte sorgte zudem Andrea Vaccher, der als „Radfahrer im Sattel“ seine erste Siegerin stellte: Mit Bondini gewann er über 1600 Meter.

Am kommenden Sonntag stehen mit dem Preis Ezio Vanoni, dem Frühjahrs-Höhepunkt für junge Steepler, sowie dem Cross-Country Grande Steeple Chase di Roma zwei traditionsreiche Rennen auf dem Programm, letzteres einst in Rom beheimatet und mittlerweile in Meran ausgetragen.