Diesmal sprechen am Meraner Pferderennplatz vor allem die Worte von Josef Vana Jr.: „Wir haben eine schreckliche und schmerzhafte Woche hinter uns durch den Verlust von Josef – „Sepp“ – Aichner. Aber wir haben uns alle immer wieder gesagt, was unsere Aufgabe ist: weitermachen, so wie er es gewollt hätte – auf die beiden bekannten Arten: bestmöglich arbeiten und versuchen zu gewinnen.“ Genau so kam es.
Im Namen von Sepp Aichner setzte das gelb-schwarze Team die beiden wichtigsten Hindernisprüfungen des Tages eindrucksvoll um. Irfan gewann das Listenrennen der jungen Generation, den Preis der Jungpferde mit viel Herz, Kraft und einem engagierten Ritt von Lukas Matusky. Am Ende entwickelte sich ein unerwartetes, aber hochspannendes Duell mit dem tapferen Niebo aus dem Stall von Rolando Facchini. Dieser schien bis zur letzten Hürde die Nase vorn zu haben, doch Matusky warf alles in die Waagschale, ritt innen erneut heran und entriss ihm den Sieg erst im allerletzten Moment auf dem Weg zum Ziel.
Der Aichner-Doppelschlag hatte bereits mit Sopran Mistery begonnen, der im Preis Giuseppe Chiodini von Start weg eine starke Vorstellung zeigte. Auch hier kämpfte sich Lenka Neprasova im Sattel auf den letzten 150 Metern entschlossen durch und hielt Wishpet sicher auf Distanz.
Ein Tag für Helden war es auch dank des „Ewigen von Maia“: Sopran Tucano feierte seinen zwölften Karrieresieg. Die Besitzerin, Trainerin und Reiterin Ilenia Nero setzte ihn in einem abwartenden Rennen ein und entschied das Geschehen mit einem starken Endspurt gegen Sister of Love.
Im Cross-Country ging der Sieg an das Duo des Trainers Cristian Ghiotti mit Tomorrowland (Gabriele Agus) vor Heichal, nachdem Brunch Royal mit viel Vorsprung an der letzten Hürde zu lang wurde, zu Fall kam und den Titel leider aufgeben musste.
Weitere Siege gab es durch Abrams Creek mit Claudia Wendel im 3000-Meter-Rennen der Amateure sowie durch Le Noir Desir mit Giorgia Antigua über 2200 Meter.

