Wie es die Qualität der beiden Hauptakteure schon erwarten ließ, bot das Cross-Country-Rennen zu Ehren
von General Sergio Giorgi – im Mittelpunkt des Meraner Sonntags – hervorragendes Spektakel: Gap Pierji
als Tempomacher und Younes aus der Reserve lieferten sich ein packendes Duell um den Sieg. Am Ende
setzte sich auf den schnellen 3500 Metern die bessere Endgeschwindigkeit von Younes durch. Der
Schützling von Zdenek Semenka, geritten von Jan Faltejsek, „flog“ damit regelrecht am eher auf Ausdauer
gebauten Gap Pierji vorbei. Beide zeigten sich in starker Verfassung und bereits klar „im Rennmodus“ beim
Saison-Comeback.
Der Renntag stand im Zeichen der Kellerei Meran, und auch die beiden Flachprüfungen – benannt nach
zwei Weinspezialitäten – lieferten Emotionen und sportliche Leidenschaft pur. Im Preis Pinot Bianco Riserva
meldete sich Pandora’s Cup (mit Federica Bisson im Sattel für Devis Cescon und Simone Pugnotti) im Ziel
zurück – eine kämpferische Figur, die bereits in den Prüfungen für Reiterinnen und Reiter in bestechender
Form auftritt. Der Preis Spumante Sekt Brut Riserva 36 ging an die Farben der Meraner Scuderia Passito,
mit Time Moon unter der starken Regie von Jenny Zanchi. Die Siegerehrung wurde zum kleinen Volksfest
rund um Diego Schatzer, Fabrizio Mura und Simone Pugnotti.
Romantischer Moment im Steeple des Tages: der graue Mensch aus dem Quartier Tanghetti, unter
Gaetano Volpe, holte mit 11 Jahren seinen 13. Karrieresieg – ein echtes Rennbahn-Heldenleben. Qualitativ
überzeugend auch der Sieg von Siluto (Besitzer Josef Aichner, mit Jan Kratochvil) im Hürdenrennen, das der
Kellerei Meran gewidmet war. Gute Eindrücke hinterließen zudem die beiden Debütanten Teleo (mit
Alessio Pollioni für die Scuderia Genets) und Queens Son im Bumper über 3000 Meter. Und wie gewohnt
praktisch unantastbar: das Duo Bizarra Hu – Kathrin Erschbamer bei den Haflingern.


